Prof. (FH) Dipl.-Inf. Karsten Böhm beim Netzwerktreffen mit den Hochschulpartnern (4ter von rechts).
FH Kufstein Tirol
Prof. (FH) Dipl.-Inf. Karsten Böhm beim Netzwerktreffen mit den Hochschulpartnern (4ter von rechts).

Digitalisierung im Hochschulbereich: Treffen an der FH Nordschweiz

19.02.2020 |
Internationales
Ein Netzwerktreffen führte Prof. (FH) Dipl.-Inf. Karsten Böhm, den Leiter der drei IT-Studiengänge der FH Kufstein Tirol, im November 2019 an die FH Nordschweiz – thematisiert wurden Hochschul-interne digitale Prozesse.

„Kooperationen zwischen Hochschulen lohnen sich, sofern man dies mit Offenheit betreibt und den Mehrwert der Zusammenarbeit erkennt“, so Karsten Böhm nach dem Netzwerktreffen des Verbandes der Hochschulen in der Schweiz. Zwar stehen die Hochschulen auch in einem Wettbewerb zueinander, wenn sie gleiche oder ähnliche Studiengänge anbieten, „doch meist ergeben die Kooperationen miteinander mehr Vorteile, wie uns Beispiele aus der Forschung oder Verwaltung nachhaltig zeigen“, fasst Böhm zusammen.

Zu Fragestellungen in der Digitalisierung im Hochschulbereich trafen sich Ende November die Arbeitsgruppen deutscher, österreichischer und schweizerischer Fachhochschulen im DACH Bereich. Ziel war es, aktuelle Fragen zur Programmentwicklung und internationaler Zusammenarbeit aufzugreifen. Die Vorteile der Kooperationen liegen auf der Hand, denn Daten von Studierenden zu verwalten, zu sichern, Datenschutzvorkehrungen zu treffen und dies möglichst digital abzubilden ist eine Herausforderung, die alle Hochschulen zu leisten haben.

Im konkreten Fall ging es um die internen hochschulischen Prozesse, wie Stammdatenverwaltung von Studierenden und Lehrenden und die dazugehörigen Prozesse. „Da jede Hochschule unterschiedliche IT-Infrastrukturen und Softwareprogramme im Einsatz hat, ist der Abgleich nicht leicht“, erläutert Böhm „darum sind IT-Strategien sehr wichtig“. Eine Strategie der FH Kufstein Tirol war es auf eigene Softwareentwicklung zu setzen und nicht fertige Softwareprodukte zu kaufen. Das bedeutet zum einen kundige Personalressourcen zur Verfügung zu haben, die individuelle Programmierarbeit leisten können. Zum anderen hat man maßgeschneiderte und angepasste IT-Instrumente, die genau ihren Zweck für die Hochschularbeit erfüllen.

Interne digitale Projekte der FH Kufstein Tirol

Beispielgebend sind die abgeschlossenen Entwicklungen der FH Kufstein Tirol des vergangenen Jahres, wie die digitale Studierendenakte, die digitale Stundenplan-Erstellung und das digitale Lehrdeputat unter Beweis stellen.

Pro Studienjahr sind an der FH Kufstein Tirol 120 Semesterpläne zu erstellen. Ziel des Projekts „digitale Stundenplanung“ war die Erstellung eines Tools mit dem die Termin-, Stunden- und Raumplanung ausschließlich digital abgewickelt werden kann, ohne Unterstützung durch fremde Systeme wie Papier, Excel usw. Nach Fertigstellung steht dem Planungsteam heute ein cockpitartiges IT-System zur Verfügung, dass die PlanerInnen mit allen Informationen versorgt, die nötig sind, um Stundenpläne zu erstellen. Zusatznutzen entsteht, da auch die Termin- und Veranstaltungsplanung, die Klausuren-Abwicklung sowie die zugehörige Raumplanung über das neue Tool erarbeitet werden können.

„Ein Vorteil unserer FH ist, dass wir uns schon seit Jahren auf Digitalisierung spezialisiert haben, in der Beratung von Unternehmen, bei Auftragsprojekten oder durch viele unterschiedliche Forschungsprojekte. Diese Erkenntnisse fließen auch in unsere internen Projekte ein und machen uns die Umsetzung ein stückweit leichter“, so Karsten Böhm.